Das Boot, Logbucheintrag 6

Geschrieben am November 30th, 2006 by Kirika.
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Lange lag das Boot in St. Nazaire und kurze Zeit auch in Lorient.
In Lorient schliesslich wurde die U-47 von U-802 abgelöst.
Aber um keine Verwirrung zu stiften hab ich kurzerhand U-802 umgetauft. In…U-47. Genau.

Das Boot lag lange im Hafen. Es ist der 10.12.1942 als es zum ersten Mal wieder ausläuft.
Die Mannschaft ist eigentlich gleich geblieben, wir haben allerdings durch die Umrüstung auf einen IX-C-Typ ein paar Bootsmänner und Matrosen mehr zum Durchfüttern.
Es ist früher Abend als wir aus St. Nazaire auslaufen. Diesmal gibt es eine Überraschung in unseren Befehlen, denn wir haben den Auftrag südlich von Neufundland zu patroullieren.
Klingt vielleicht ganz nett, wenn da die Amis nicht wären…Und genau um die mach ich mir Sorgen, denn die kreuzen dort oben durch die Gegend. Andererseits…Fette Beute! Hähähä…
Man verzeihe mir meinen kurzen Zwischenruf. Weiter gehts.
Wir erleben unsere zweite Überraschung, denn draussen vor Anker liegt…der schwere Kreuzer “Admiral Hipper”.
“Seltsam”, denk ich mir und fahr dran vorbei.
Der erste Tag: Nichts passiert. Zumindest bis ca. 12.20 Uhr. Denn da treffen wir auf 3 Amis.
Ich gehe aufgrund des Tageslichts auf Tauchstation, beobachte die Schiffe etwas und schaue, was es zu holen gibt:
Zwei Küstenschiffe und ein C3…
Meinereiner reibt sich die Hände und jagt zuerstmal gemütlich eines der Küstenschiffe in die Luft.
Danach geht es dem C3 an den Kragen, kurz darauf dann dem zweiten Küstenschiff. Allesamt leichte Beute für U-47.
Es geht munter weiter, doch das Wetter wird zunehmends schlechter.
Die Wellen schlagen hoch und während wir im Planquadrat Patroullie fahren zieht Nebel auf.
Und genau deswegen beschliesse ich, in die US-Navy-Base zu fahren. Pure Neugierde, ihr wisst schon.
Nunja, wir fahrn da also die seichte Hafeneinfahrt hinauf, da seh ich auf einmal zwei T2-Tanker im Nebel auftauchen.
Schnell die Motoren abgeschaltet und gehofft, dass wir nicht entdeckt wurden.
Nach 2 Minuten ohne Regung auf den Schiffen beschliesse ich, sie unter Feuer zu nehmen. Da sie aber dummerweise so auseinanderstehn, dass ich immer nur eines zielgenau treffen kann, nehmen wir das erste auf den Kieker.
Nach den ersten beiden Torpedos passiert nichts, nach dem dritten sinkt der T2 langsam.
Durch den Beschuss jedoch wird ein Torpedoboot (wahrscheinlich zum Lage checken) in unsere Richtung geschickt.
Also wieder abtauchen, warten, etwas rausschaun…
Das Torpedoboot wird langsamer, ich lass schnell auftauchen, gehe ans Deckgeschütz und nach ein paar Schuss ist das Boot Geschichte.
Ich gehe wieder auf Tauchstation, um zu sehen ob wir in ein Wespennest gestochert haben. Aber es kommt nichts, obwohl die Navy-Base nur ein paar 100 Meter von uns entfernt ist.
Wir nehmen den zweiten Tanker unter Beschuss, der kurze Zeit später auch ein neues Fischversteck bietet und noch dazu schön die Hafeneinfahrt versperrt.
Ich bin stolz auf uns und drehe bei um auf Heimatkurs zu gehn. Wir machen allerdings einen Abstecher zur Dortmouth Naval Station, der sich noch als folgenschwer herausstellen wird…

Also, wir fahren Richtung Dortmouth und auf einmal bekommen wir Radarkontakte noch und nöcher.
Ich halte es für Flugzeuge die Patroullie fliegen, doch weit gefehlt - auf einmal stecken wir in einem Riesenkonvoi im dicksten Nebel und werden von allen Seiten angegriffen.
Eine hübsche Alarmtauchübung später spicken wir durch das Periskop nach oben. Die Schiffe fahren weiter und wir lassen die zwei Hecktorpedos auf verschiedene Schiffe des Konvois los. Ich fühl mich relativ sicher und grinse vor mich hin.
Dann meldet das Sonar einen Zerstörer. Wir haben durch unsere Ballerei nur noch 3 Torpedos vorne und 2 hinten übrig.
Der Zerstörer hält auf uns zu und wir brennen ihm einen Torpedo auf. Der geht allerdings daneben.
Ich verfluche den Torpedo und verschiesse einen zweiten und zur Sicherheit noch den letzten.
Der letzte trifft und wir sind erstmal in Sicherheit. Da entdecken wir einen weiteren Zerstörer, allerdings so weit entfernt, dass wir seine Hoheitszeichen nicht ausmachen können, noch dazu wo es dunkel ist.
Ich drehe bei und fahre rückwärts auf ihn zu. Der Zerstörer steht still im Wasser, scheinbar zum Rundhorchen. Zwei Torpedos schwimmen in seine Richtung und ich lache mir ins Fäustchen, denn der bleibt einfach stehn und tut nichts.
Es macht Bumm. Der Waffen-Offizier meldet “Verbündete Einheit zerstört!”.
Stille.
War das echt ich? Wirklich? Ganz sicher? Hab ich den hochgejagt? Ach verdammt!
U-47 trollt sich von dannen und läuft in St. Nazaire ein.
Trotz unseres…”Missgeschicks”…wird die Mannschaft mit Orden überhäuft.
Zwei Ritterkreuze 2. Klasse, ein Ritterkreuz 1. Klasse, neun Frontspangen und ein U-Bootabzeichen.
Dazu noch eine Beförderung.

Ich habe Pause…

capture_29112006_191536.jpg U-802, aka U-47, Typ IX-C

capture_29112006_191709.jpg Die “Admiral Hipper”

capture_29112006_194640.jpg Ein eigenes Seitensymbol hat die U-47 jetzt auch

capture_29112006_200104.jpg Das Boot im Sonnenaufgang

capture_29112006_200837.jpg 3 kleine Rauchfahnen…

capture_29112006_201142.jpg …das Boot geht besser mal auf Tauchstation und…

capture_29112006_201427.jpg …versenkt…

capture_29112006_201814.jpg …die Boote…

capture_29112006_202328.jpg …nacheinander!

capture_29112006_202855.jpg Herrliches Dreckswetter, garniert mit Nebel…

capture_29112006_211901.jpg Hehehe, U-47 in Action

capture_29112006_212130.jpg Stellvertretend für die zwei T2 und das Torpedoboot ein schöner Tanker-Genickbruch

capture_29112006_214016.jpg Vorher…

capture_29112006_214045.jpg …nachher.

capture_29112006_214842.jpg Ich wars nicht! Echt nicht!…ach, verdammt…Tags: