Killerspielchen

Geschrieben am Januar 18th, 2007 by Kirika.
Kategorien: Politik, Internet, Weltgeschehen, Fernsehn | .

Kennt ihr diese Dinger?
Böses Bumm-Bumm und Blut und so. Gaaaanz gefährlich. *Ironie off*

Und nun mal im Ernst.

Wer alle Schuld auf etwas schiebt, das er nicht kennt, der ist nur zu faul, die wirklichen Ursachen zu suchen.
Nehmen wir unsere lieben Amokläufer:
Nur weil die beispielsweise Counterstrike gespielt haben, sind die nicht gleich zum potentiellen Psycho-Attentäter mutiert und haben alle gemeuchelt.
Nein, das geht viel tiefer, liebe Freunde.
Schaun wir uns mal die Familie an, das Umfeld, die Gesellschaft…

Fehler 1:
In der Familie wird schon viel falsch gemacht. Der Vater ist Waffennarr und trinkt, wenn er betrunken ist, schlägt er Klein-Anton und seine Frau grün und blau.
Später tut ihm das natürlich leid, aber es wiederholt sich immer wieder. Gemacht wird nichts.

Fehler 2:
Aus Klein-Anton wurde mittlerweile Anton. Er hat gerade die 8. Klasse Realschule wiederholt, weil er durch die familiären Probleme nicht lernen kann. Er ist nicht dumm, aber durch die psychische Belastung ist er einfach zu sehr ausgelastet um sich noch um die Schule zu kümmern.
Er wird zunehmends blasser, schwänzt die Schule…
Die Lehrer geben ihm Briefe mit nach hause, lassen ihn nachsitzen und bestrafen ihn auch so.
Keiner fragt nach den Gründen.

Fehler 3:
Anton gerät langsam auf die schiefe Bahn, hat falsche Freunde.
Sein Vater nimmt ihn nun manchmal mit auf die “Jagd”. Büchsenschiessen im Wald und so.
Keinen kümmert es, dass Anton mit solch zwielichtigen Gestalten verkehrt.
In der Schule ist er immer mehr der Aussenseiter, wird verlacht und gehänselt, die ganze Klassengemeinschaft ist gegen ihn.
Anton muss Frust ablassen. Weil er immer nur Gewalt (Vater) und Bestrafung (Schule) als Lösung gelernt hat, beschliesst er, die Gesellschaft, die ihn so geformt hat, zu bestrafen…
Zufälliger spielt Anton, wie Millionen andere Jugendliche auch, Counterstrike. Es ist für ihn ein Spiel, mehr nicht.
Hier, in der Onlinegesellschaft, wird er wenigstens für sein Können anerkannt, er ist zum ersten Mal stolz.

Fehler 4:
Anton schafft die 10. Klasse nicht. Er beschliesst, die Schule abzubrechen, helfen will ihm keiner…
Er ist frustriert, alle haben ihn im Stich gelassen.
Anton beschliesst, sich zu rächen.
Vater hat Waffen, Anton kennt nur die Gewaltlösung…
Am 9. Februar 2007 dringt Anton, schwer bewaffnet, in die Schule ein.
Keiner hat etwas bemerkt und auch die Passanten wundern sich nicht über diesen jungen Mann, der in einem Tarnanzug durch die Stadt läuft…
Um 10.54, 19 Minuten nach der Pause, beginnt das Massaker.
Anton erwischt zuerst den Mathematiklehrer, Herrn Epple. Dieser erleidet einen Durchschuss durch die rechte Schulter und überlebt mit heftigem Blutverlust sehr knapp.
11.02: Antons zweites Opfer ist der Schüler Olaf Lempke aus der 10 c. Er kennt ihn nicht persönlich, er ist nur einer der Schüler, die ihn gedemütigt haben. Olaf wird für immer querschnittsgelähmt bleiben, da Anton ihm in den Rücken schiesst, als er davonlaufen will.
11.07: Erste Polizeikräfte können in den zweiten Stock der Realschule vordringen und Herrn Epple sowie Olaf aus der Gefahrenzone bergen.
11.12: Anton versucht verzweifelt, die Polizisten durch Tischbarrikaden aufzuhalten und zu flüchten. Als sie ihn schliesslich in ein Zimmer eingeengt haben, schiesst er wild um sich und trifft einen der Beamten durch den Hals, wodurch er wenig später verstirbt.
Anton selbst geht im Kugelhagel der Polizisten in die Knie und ist sofort tot.

3 Tage später:
Das ganze Land ist erschüttert, die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Erste Politiker auf Bundesebene werfen Reden in die Medien, dass Anton allein durch die “Killerspiele” so geworden wäre.
Beweise gibt es nicht, die Politiker wissen nichtmal etwas von Antons familiärem Umfeld.

Wenige Wochen später:
Die Ermittlungen sind abgeschlossen und beweisen, dass Anton psychisch schon schwer angeschlagen war, als er die Tat vollbrachte.
Es steht fest, dass vor allem die Gemeinschaft ihn so geformt und zum Amoklauf gebracht hat, ihn mit Erwartungen und Druck eingeengt hat und ihm keine Chance zu fliehen liess.
Interessieren tut es keinen…Alle hören gebannt den Politikern zu, wie sie wild über Dinge spekulieren, die nicht richtig sind oder verzerrt an die Öffentlichkeit gedrungen ist.

Es waren wieder einmal die Killerspiele“, meint der Bundesverteidigungsminister, der insgeheim schon die Gesetzesnovelle zum Abschuss von Flugzeugen ausarbeitet, falls “Gefahr bestünde“.

Der Justizminister des Bundeslandes pflichtet ihm bei: “Unsere Jugend wird durch solcherlei “Gewaltverherrlichung” dazu animiert, Straftaten zu begehen.

2 Jahre später, Politiker auf EU Ebene verhandeln über ein Verbot von sogenannten “Killerspielen”:
Es wird eine Studie bekannt, die zeigt, dass solcherlei Spiele kaum Einfluss auf die Gewaltbereitschaft von Kindern haben.
Diese Studie wird allerdings totgeschwiegen.

Darum Leute, unterschreibt hier, schickt den offenen Brief an euren Bundestagsabgeordneten und gebt diesem Kahlschlag des Staates keine Chance!

Anmerkung: Alle Personen in diesem Text sind frei erfunden.
Jegliche Ähnlichkeit zu lebenden oder verstorbenen Personen, sowie Ereignissen in der Geschichte, mögen sie vergangen oder zukünftig sein, sind rein zufällig.

via PlasticThinking Tags:Amoklauf Killerspiele Politik

Add This!-Button

Geschrieben am Januar 18th, 2007 by Kirika.
Kategorien: Weltgeschehen, Design, Changes | .

Da ich ja generell recht faul bin und keine 20 Bildchen in der Sidebar kleben haben will, die für verschiedenste Bookmarkdienste stehn, hab ich mir was vom Bürgermeister abgekupfert.
Seht ihr den Bookmarkbutton bei ihm in den Posts, wenn ihr draufklickt??

Richtig, das hab ich mir geklaut ;)

Und nochmal danke für die Hilfe von ihm^^

PS: Scheinbar gehts unserem Dialerfreundchen Herrn D. (der, der andeutet, dass ich kriminell wäre) an den Kragen. Alles weitere hier.

PPS: Zum Bookmarken nur unten auf das Buttonchen klicken. Danke.Tags:

Das da…ist der Herr Hartz

Geschrieben am Januar 18th, 2007 by Kirika.
Kategorien: Presse, Reallife, Das da..., Internet, Weltgeschehen, Fernsehn | .

01636266_100.jpg(Bildquelle: DW)

Das da, der Mann, der so gelangweilt gähnt, das ist der Herr Hartz.
Den Herrn Hartz kennt ihr vielleicht.
Das ist der Mann, der die Idee hatte, dass euer Papi oder eure Mami weniger Geld brauchen.
Und der Herr Hartz wollte auch mit dem Herrn Schröder die Arbeitslosen wegmachen.
“Von vier Millionen auf zwei Millionen in vier Jahren” hiess es da. War aber alles heisse Luft.
Denn der Herr Hartz und der Herr Schröder hatten gar keine Beweise dafür.
Nun sind fünf Jahre vergangen und die Arbeitslosen sind immer noch alle arbeitslos. Und haben weniger Geld.

Aber zurück zum Thema.
Der Herr Schröder ist verschwunden, der Herr Hartz blieb.
Der Herr Hartz ist nämlich Personalvorstand bei VW gewesen. Bis 2005 zumindest.
Da verdient man gut und man kann so ziemlich viele dolle Sachen machen.
Zum Beispiel kann die Firmenleitung Mitgliedern vom Betriebsrat Geld zustecken, eine Reise spendiern oder eine Edelnutte ins Häuschen einladen.
Nutten sind übrigens die komischen Frauen, die nachts an der Strasse stehn und den Papi im Auto anbaggern.
Aber sie wollen halt Geld dafür.
Zurück zum Thema: Die Herren vom Betriebsrat haben also alles möglich-unmögliche bekommen.
Natürlich alles rein freundschaftlich und so.
Und dafür macht dann der Betriebsrat bei all den tollen Sachen, die die Firmenleitung vor hat, mit.
Das ganze nennt man dann Günstlingswirtschaft. Klingt komisch, is aber so.
Ist genauso, wie wenn eure Lehrerin euch nur noch Einsen gibt, eure Eltern ihr aber dafür Geld geben.
Ist verboten. Aber auch egal. Solangs nicht rauskommt…
Irgendwann im Jahr 2005 ist das dann aber rausgekommen. Da waren leider schon 2,6 Mille weg.
Das ist ganz schön viel Holz mit vielen Nullen hinten dran.
Macht aber nix, denn da sind die ganzen Herren vor Gericht gelandet. Der Herr Hartz natürlich auch.
Gestern dann wurde der Herr Hartz verknackt. Eigentlich kriegt man für das, was der Herr Hartz und die anderen angestellt haben, entweder eine massige Geldstrafe oder 5 Jahre Haft. Pro Veruntreuung natürlich.
Der Herr Hartz hätte also theoretisch maximal 15 Jahre Haft gekriegt. Mehr gibts nicht, wär ja unfair.
Der Herr Hartz hat aber keine 5 Jahre gekriegt.
Sondern 2 Jahre auf Bewährung kriegt er. Sagen die Richter.
Auf Bewährung heisst, dass ihr nicht in den Knast kommt, allerdings nur, wenn ihr in einer gewissen Zeit keine bösen Sachen macht, wie zum Beispiel Autos klaun und gegen nen Baum fahren.
Macht ihrs trotzdem, dann wandert ihr in den Knast.
Der Herr Hartz müsste also, wenn er irgendwas böses macht, für 2 Jahre in den Knast gehen. Passiert aber eh nicht.
Dazu muss der Herr Hartz noch 300000€ zahlen. Ganz schön viele Nullen sind das, aber im Gegensatz zu 2600000€ eine Null zu wenig. Macht aber auch nix, denn den Schaden hat ja nicht der Staat, sondern VW. Gehn ja nur Arbeitsplätze kaputt, dabei wollte das der Herr Hartz ja garnicht. Hätt er nur besser nachgedacht, bevor er das gemacht hat.
Also ist nun der Herr Hartz vorbestraft. Steht im Führungszeugnis der Polizei, und wenn man sich wo bewirbt muss man das auch sagen. Da sagt dann der Herr Arbeitgeber, dass er keinen Straftäter will und Essig ists mit dem Job.
Macht aber auch nix, denn der Herr Hartz hat gesagt, dass er nun in Rente geht.
Und genug Geld hat er ja auch.

Bis zum nächsten Mal, liebe Kinder.

Und denkt dran, veruntreut keine Gelder, bestecht keine Lehrer und bleibt brav.
Sonst werdet ihr vielleicht mal so, wie ein gewisser Herr.
Nämlich reich, berühmt, im Ruhestand und mit vielen Frauen von der Strasse um sich, mit denen man Spaß haben könnte…Tags:Hartz Veruntreuung VW