Soziale Verantwortung
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In letzter Zeit hat man bestimmt viel von Airbus gehört.
Stellen abbauen und so. Machen zur Zeit ja alle große Firmen. Ist sozusagen ein Trend.
Dumm nur, wenn man dabei zwei kleine Worte vergisst, die selbst irgendwann mal für ein Unternehmen überlebenswichtig werden könnten: Soziale Verantwortung.
Also, schaun wir uns mal an, was soziale Verantwortung ist:
Früher gab es den sogenannten Nachtwächterstaat. Das heisst, der Staat schaute nur, ob alles rechtens verlief und knastete einen halt ein, wenn man gegen Gesetze verstieß.
Sowas wie Arbeitslosengeld, Sozialversicherung und anderes, das kannte man noch nicht.
Darum führten die ersten Betriebe verschiedene Versicherungen ein, wie zum Beispiel die Arbeitsunfähigkeitsversicherung oder Krankenversicherung. Natürlich nicht ganz uneigennützig, versteht sich.
Man wollte die Arbeiter so an den Betrieb binden, da es damals schon gerne mal zu Arbeitermangel kam.
Später dann übernahm diese Aufgaben der Staat. Er wurde dadurch zum Sozialstaat, das ist das, was wir heute kennen, mit Hartz 4 (ok, nich sooo dolle), gesetzliche Krankenversicherungen (zB AOK), soziale Einrichtungen und so weiter.
Allerdings kommen hier dann die Unternehmen ins Spiel.
Warum? Ganz einfach: Der Staat muss diese ganzen Sozialleistungen finanzieren, normalerweise aus Steuergeldern.
Wenn nun ein Unternehmen abwandert und beispielsweise nach Polen oder Tschechien geht, weil dort die Lohnkosten und Steuern niedriger sind, so wird dem Sozialstaat hier geschadet.
Denn die Steuern, die das Unternehmen bisher an unseren Staat gezahlt hat, sind nun weg.
Man könnte nun natürlich sagen “Nicht weiter schlimm, es gibt ja noch viele andere Steuerzahler”, dann wird ein Denkfehler begangen;
Die Steuern, die die bisherigen Arbeiter des Unternehmens gezahlt haben, fallen auch weg.
Warum? Weil diese Arbeiter jetzt arbeitslos sind. Folglich können die natürlich auch keine Steuern zahlen, ist ja logisch, ham ja nix.
Dazu wird dem Staat noch mehr geschadet, weil er nun weitere Sozialleistungen tragen muss.
Schliesslich wollen die Arbeitslosen auch versorgt werden, man staat ist ja kein Unmensch.
Will heissen, wenn ein Unternehmen, wie zum Beispiel Airbus, aus Deutschland abwandert um die Kosten zu senken, so schadet es dem Staat gleich dreifach. Und damit natürlich auch den Steuerzahlern.
Folglich ergibt sich: Die Unternehmen haben, aufgrund ihrer finanziellen und arbeitsmarktischen (tolles Wort :D ) Stellung eine Verantwortung gegenüber diesem Staat und seinen Bürgern.
Nunja, denken wir noch etwas weiter…nun ist ein Unternehmen, das zum Beispiel…Markenwaren herstellt, aus Deutschland nach Mittelamerika abgewandert um die Lohn- Betriebs- und Materialkosten zu senken.
Das ganze kommt eigentlich dem Endverbraucher hier ja zu gute, denn er zahlt am Ende weniger.
Aber: Dem Unternehmen gehen zahlungskräftige Kunden verloren.
Da kommt dann natürlich das Argument, “Macht ja nix, gibt ja noch andere”.
Doch bei denen wird das Geld irgendwann auch knapper, denn der Staat, der ja mehr Ausgaben als vor der Abwanderung hat, muss die Steuern erhöhen.
Dadurch wandern noch mehr zahlungskräftige Unternehmen und andere Steuerzahler (Prominente zB) ab und damit wird dem Staat noch mehr geschadet, der sich immer mehr verschuldet.
Folglich beginnt ein Teufelskreis, an dessen Ende die totale Staatsverschuldung und somit die Inflation steht.
Und dann ist der Staat und seine Bürger am Ende.
Und damit gibt es in diesem Staat natürlich auch keine zahlungskräftigen Kunden mehr für die Waren der Unternehmen. Logisch, hat ja keiner mehr Geld.
So, was soziale Verantwortung von Unternehmen ist, kann man sich nun sicher denken.
Ich hoffe, irgendjemand von diesen großen Unternehmen liest das, versteht es und wird es sich nochmal überlegen, die Arbeitsplätze hier abzubauen und abzuwandern.Tags:Airbus Entlassungen Soziale Verantwortung


Darum sieht man nicht die Standart-WP-Smilies sondern welche, die ich mir von Livejournal “ausgeliehen” hab.
Dann mach ich mich wohl kurz an die Übersetzung, sofern ich dazu nicht zu faul werde.