Streiks und ihre Folgen

Geschrieben am Mai 4th, 2007 by Kirika.
Kategorien: Reallife, Weltgeschehen | .

Das da, der Mann der da auf der Straße mit 1000 anderen rumgrölt und Fähnchen schwenkt, das ist nicht etwa ein Hooligan sondern der Manni und der streikt.
Streiken tun Leute wegen eigentlich nur einem: Mehr Geld.
Das ganze anheizen tun dazu normalerweise die Gewerkschaften, die heissen dann IG Metall oder ver.di und und und.
Diese Gewerkschaften gibts schon lange, schon länger als euer Opa lebt oder es Deutschland gibt.
Gegründet wurden die aus dem Grund, dass die Arbeiter damals kaum Rechte hatten und den Firmenchefs schutzlos ausgeliefert waren.
Da haben sich dann einige gesagt “Mensch, das ist scheisse so!” und haben sich zusammengeschlossen.
Und damit das Geld beim Streik nicht ausbleibt haben dann alle zusammengelegt und in die Streikkasse gezahlt.

Heute ist das immer noch so, inzwischen haben Arbeiter zwar massig Rechte und so, macht aber nix.
Wenn die Arbeiter nämlich merken, dass es mal wieder Zeit ist bischen mehr Kohle ranzuscheffeln, dann streiken die los.
Und am 1. Mai wird dann noch bischen Feuer ins Öl gegossen und die Arbeiterschaft kräftig angeheizt.

Eigentlich sind die Gewerkschaften ja schon längst überholt, sozusagen ein Überbleibsel aus der heissen Zeit des Kampfes der Arbeiterklasse, aber überlebt haben die trotzdem. Die Mitglieder laufen denen aber trotzdem immer mehr weg, weil die einfach keinen Bock mehr auf Streik haben.

Egal. Was die Arbeiter allerdings oftmals beim Streiken und den Lohnerhöhungen vergessen:
Wenn die nun mehr Geld kriegen, dann hat die Firma natürlich auch höhere Ausgaben, ist ja logisch.
Und wer kriegt diese höheren Ausgaben dann ab?
Eben: Wir als Kunden. Und die Arbeiter sind natürlich auch betroffen davon.
Ergo bedeutet mehr Lohn für die Arbeiter insgesamt weniger Geld bei den Verbrauchern durch höhere Preise.
Klingt komisch, ist aber so.

Das juckt den Manni aber nicht sonderlich, denn der Manni kriegt nun doch mehr Geld. Satte 4% in diesem Jahr gibts dazu.
Da freut sich der Manni natürlich, denn mehr Geld heisst auch mehr kaufen.
Aber der Manni kauft auch irgendwann mal was von seiner Firma und dann wird er merken, dass das Zeug teurer geworden ist. Und wer ist schlussendlich daran schuld? Genau.

Alles im allem schaden Gewerkschaften also unserer Wirtschaft, indirekt auch uns.
Natürlich soll das nicht heissen, dass die Gewerkschaften böse sind und weg gehören.
Aber ab und zu etwas mehr denken und weniger streiken wäre nicht schlecht.
So. Und ich geh jetzt streiken. Und zwar in einen Sitzstreik vor dem Fernseher.Tags:IG Metall Nervig Streik ver.di

Ein fiktives Interview mit W.Schäuble im Jahr 2013

Geschrieben am Mai 4th, 2007 by Kirika.
Kategorien: Politik, Komischer Gruscht | .

Ein fiktives Interview mit Innenminister Schäuble aus dem Jahr 2013
Natürlich dürfen die Geschehnisse nicht ganz ernst genommen werden…und man sollte hoffen, dass es nicht so weit kommt wie im folgenden Text.


Reporter:
Nun Herr Schäuble, vielen Dank, dass Sie Zeit für das heutige Interview gefunden haben.
Schäuble: Nichts zu danken, für die Presse bin ich immer zu sprechen.
Reporter: Nunja, dann fangen wir gleich an. Wie ist es, als Innenminister der mächtigste Mann im Staat zu sein?
Schäuble: Ein erhebendes Gefühl. Es gibt mir die Möglichkeit, das Volk zu schützen und diesen Staat zum sichersten Staat der Welt auszubauen. Früher haben uns die Amerikaner vorgeworfen, ein Terroristenunterschlupf zu sein. Heute können wir das von denen behaupten.
Reporter: Es gibt ja viele Kritiker, die ihnen vorwerfen, ihre Position auszunutzen. Die vor kurzem verbotene Piratenpartei war ja einer ihrer stärksten Kritiker. Auch Amnesty International sieht die Staatslage besorgt.
Wie stehen sie zu diesen Vorwürfen?
Schäuble: Ich denke das ist Nonsens. Alles was ich mache ist zu Gunsten des Volkes. Die Wirrköpfe der Piratenpartei bestanden zu 90% aus arbeitslosen Computersüchtigen. Solche Leute darf man heutzutage nichtmehr ernst nehmen.
Und wie Sie wissen ist Amnesty International schon seit Jahren nur noch eine Instutition, die geifernd durch die Gegend rennt und grundlos Staaten und Gesetze anprangert ohne sie zu verstehen.
Reporter: Aber es gibt doch auch Kritik aus dem Volk, wenn ich mich nicht irre. Kürzlich habe ich gehört wie ein Mann sich beschwert hat, dass er kaum mehr seine Kinder sehen kann, weil diese auf einer der Staatsschulen sind.
Da kommt mir immer eine Frage in den Kopf: Ich dachte sie hören auf die Deutschen?
Schäuble: Ein Volk muss geführt werden. Ab und an sind nun mal Freiheiten der Preis für die Sicherheit von Leib und Leben. Manchmal muss man sich nunmal auf einem Ohr taubstellen und eine Sache durchziehen.
Die Staatsschulen sind aber von besonderer Wichtigkeit. Wie Sie sicher wissen, versuchen wir unsere Kinder zu Gehorsam und Pflichtbewusstsein zu erziehen. Sowas geht nunmal nicht innerhalb einer Familie.
Reporter: Etwas ähnliches wurde in der ehemaligen DDR auch gesagt. Und ähnliche Einrichtungen gab es dort wie auch im 3. Reich.
Zu den Freiheiten: Freiheiten wie zum Beispiel die Versammlungsfreiheit, die 2009 abgeschafft wurde?
Schäuble: Mit der DDR und Nazideutschland kann man unseren Staat doch nicht vergleichen. Dazwischen liegen Welten! Wir sind ein demokratischer Staat.
Zu den Freiheiten: Genau. Stellen sie sich vor, auf einer Kundgebung jagt sich jemand mit einer Bombe in die Luft und reisst hunderte Leute mit in den Tod. Sie wissen, vor ein paar Jahren war das im Irak fast täglich. Und zwar weil diesen Leuten zu viele Freiheiten gegeben wurden. Nur wenn wir wachsam sind, können wir den Terrorismus abwehren.
Reporter: Apropos Terrorismus. Finden Sie es nicht übertrieben, dass Sie die Unschuldsvermutung abschaffen liessen?
Schäuble: Ich bitte Sie. 2007 hab ich schonmal gesagt, dass ich lieber einen Unschuldigen einsperre als 10 Terroristen ihr Werk vollenden zu lassen. Und Sie wissen wie es 2007 ablief:
Wir konnten nichts beweisen und potentielle Straftäter wurden unresozialisiert zurück in die Gemeinschaft entlassen.
Denken sie nur an die vielen sexuell motivierten Morden an Kindern!
Durch uns konnte ein Rückgang von über 95% erreicht werden.
Reporter: Aber dadurch wurde unser ganzes Rechtsstaatssystem umgeworfen. Und durch die Abschaffung der Unschuldsvermutung sahen viele Juristen einen Rückschritt ins Mittelalter. Genau wie mit den Foltergeständnissen.
Und seit dieser Zeit verschwinden viele ihrer Kritiker…finden sie das nicht seltsam?
Schäuble: Was wollen sie damit sagen? Falls Sie auf das neue Hochsicherheitsgefängnis anspielen, das habe nicht ich beschlossen sondern der Bundestag! Genauso wie das Gesetz, dass Aussagen oder Geständnisse unter Folter genutzt werden dürfen und legal sind. Meine Kritiker haben vermutlich eingesehen, dass sie falsch lagen, mehr habe ich dazu nicht zu sagen.
Reporter: Aber wir wissen doch alle, dass der Bundestag genau nach ihren Vorstellungen arbeitet. Erst vor 2 Wochen wurde ein Gesetzesvorschlag eines Bundestagsmitglied abgelehnt, als dieser vorschlug die allgemeine Sperrstunde von 20 auf 22 Uhr zu lockern…
Schäuble: Davon ist mir nichts bekannt.
Reporter: …und dass dieses Mitglied einen Tag später erschossen in seiner Wohnung aufgefunden wurde.
Schäuble: Das ist ein sehr bedauerlicher Fall, jedoch ist das vermutlich ein privater Racheakt oder ähnliches.
Reporter: Ich dachte unser Staat ist absolut sicher?
Schäuble: Nunja, es gibt leider immer noch Lücken. Jedoch arbeiten wir daran, diese zu schliessen. Genau morgen wird über ein Gesetz entschieden, das vorschreibt jedem Bundesbürger einen Ortungschip sofort nach der Geburt unter die Haut zu verpflanzen. Damit können wir dann ganz genau nachprüfen wer wo wann war.
Reporter: Also ungefähr so wie die von der ehemaligen EU beschlossene und hier umgesetzte Vorratsdatenspeicherung, nur im größeren Stil?
Schäuble: Damit kann man es nur grob vergleichen. Unser System ist viel effizienter. Doch im Großen und Ganzen: Ja.
Reporter: Werden sie dann auch so einen Chip tragen?
Schäuble: Vermutlich nicht. Wie Sie wissen bin ich eine hochrangige Vertrauensperson. Da ist sowas nicht nötig.
Reporter: Aber beim Normalbürger schon?
Schäuble: Ja. Jeder Bürger kann eine potentielle Gefahr für die Allgemeinheit darstellen. Und unsere Pflicht ist es, die Gemeinschaft vor solchen Leuten zu schützen.
Reporter: Mir füllt da ein Filmzitat ein. “Das Wohl von Vielen wiegt schwerer als das Wohl Einzelner.”
Schäuble: Ist das aus einem der verbotenen Star-Trek-Filme? Sie wissen, dass Konsum von Gewaltfilmen verboten ist. Und mit bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe bestraft wird.
Reporter: Aber Herr Innenminister. Ich denke nicht, dass Gesetzesübertretungen hier Sache des Interviews ist. Überhaupt hab ich diese Filme vor über 10 Jahren gesehen.
Schäuble: Das müssen sie erstmal beweisen! Ich denke das Interview ist aus Gründen meiner Sicherheit erstmal beendet. Passen Sie auf, dass Sie sich nicht noch verdächtiger machen…Tags:Überwachungsstaat Politik Satire Schäuble