
…doch keiner weiss so richtig was das ist.
Nun, Epo und Blutdoping werden in den Nachrichten immer vermixt, jedoch besteht da ein kleiner Unterschied:
Das echte Blutdoping läuft folgendermaßen ab:
Der Sportler macht 2 Wochen Höhentraining. Aufgrund der dünnen Luft dort produziert der Körper mehr Blutkörperchen - ist ja logisch, er will nicht schlapp machen. Nun wird dem Sportler etwas Blut abgezapft (normalerweise 500-1000ml).
Das wird denn konserviert und der Sportler beendet das Höhentraining, damit die Anzahl der Blutkörperchen wieder auf Normalwert sinkt, da er sonst disqualifiziert werden könnte (Vorteil durch höhere Belastbarkeit etc
).
Doch unsere Dopingspezialisten sind nun natürlich nicht auf den Kopf gefallen:
Kurz vor Beginn des Rennens/Spiels/wasauchimmer wird dem Sportler das Blut, das ihm vorher abgenommen wurde, wieder in den Kreislauf gegeben. Nun hat unser Sportler wieder mehr rote Blutkörperchen, die logischerweise mehr Sauerstoff transportieren können und das Ergebnis dürfte klar sein: Er hat mehr Ausdauer, ist also stärker belastbar.
Einzig allein fällt auf, dass die Anzahl der roten Blutkörperchen erhöht ist. Da es das Blut des Sportler ist, das ihm zugeführt wurde, kann man jedoch praktischerweise kein “Doping” nachweisen.
Es gibt jedoch auch die schnelle Methode mit Fremdblut - gleicher Effekt aber: Es ist nachweisbar, da das Blut nunmal nicht zu dem Körper gehört. Einzig allein bei beiden Methoden nachweisbar ist das Glykol, das zum Konservieren des Blutes verwendet wird. Glykol ist eine Art “Frostschutzmittel”, damit die roten Blutkörperchen nicht durch entstehende Eiskristalle zerstört werden (so werden übrigens auch Menschen konserviert, die sich einfrieren lassen - klingt komisch, ist aber so).
Doch zurück zu dem, um was sich grade alles dreht: Epo.
Epo, auch Erythropoetin (na wem fällt an dem Namen was auf?) genannt, ist ein körpereigenes Hormon, welches in der Niere produziert wird. Es regt die Bildung der sogenannten Erythrozyten an. Und Erythrozyten sind…richtig.
Rote Blutkörperchen. Das heisst, Epo hat eigentlich den gleichen Effekt wie Höhentraining - nur ohne Training.
Darum wird es oftmals kurz vor einem Wettkampf eingesetzt.
1983 war es soweit: Man konnte Epo künstlich herstellen. Und seitdem wird es auf der ganzen Welt als Dopingmittel genutzt. Einziges Problem: Man darf es nicht übertreiben. Ansonsten kommt es zur Bluteindickung, ergo steigt durch übermßige Nutzung von Epo die Gefahr von Thrombosen, kleinen Blutgerinnseln in den Gefäßen, stark an.
Das “Tolle” an Epo ist: Man kann es sehr schlecht nachweisen, da sich das synthetische und das menschliche kaum unterscheiden.
Darum hat man sich einen Trick ausgedacht, bis es bessere Methoden gab:
Man misst den Hämatokrit-Wert, also die Anzahl der roten Blutkürperchen.
Das Dumme ist nur: Dieser Wert schwankt. Man nimmt als Richtwert ca. 47% bei Männern und 42% bei Frauen.
Gemacht wird das so: Man nimmt der Testperson Blut ab, steckt es in eine Zentrifuge, schmeisst diese an und wartet.
Bald setzt sich unten der “feste Teil” des Blutes ab: Blutblättchen und rote/weisse Blutkörperchen.
Oben schwimmt das Blutplasma, also die Körperflüssigkeit. Nun wird das Gesamtvolumen der roten Blutkörperchen durch das des Blutplasmas geteilt: Fertig ist der Hämatokrit-Wert.
Heutzutage macht man das etwas anders. Näheres dazu findet man hier, da es recht kompliziert zu erklären ist.
Kurz gesagt: Man nimmt den Urin, steckt ihn in eine riesige Maschine und beschiesst ihn mit Elektronen, sofern ich richtig aufgepasst habe. Dadurch zerfällt das Gruscht in seine Einzelteile und man kann nachschaun woraus das besteht. Denn Epo vom Menschen unterscheidet sich ein kleines bischen von künstlichem Epo.
Kurz und gut, alle nehmen Epo, haben mehr Ausdauer und die ganzen Tour de Frances, Olympiaden und so weiter sind gewissermaßen für den Arsch. Denn alles ist Schein. Und falls ihr Epo nehmen wollt, nehmt nicht zu viel 
Sonst gibts entweder nen Schlaganfall, nen Herzinfarkt, ne Lungenembolie oder mehreres zusammen - kurz gesagt ne Thrombose.
Und das wollen wir doch nicht….oder, liebe Radsportler?Tags:Blutdoping Doping Epo Erythropoetin Radsport Tour de France