Ich glaube…

Geschrieben am Dezember 13th, 2007 by Kirika.
Kategorien: Komischer Gruscht | .

…nur an das, was ich sehe.

Das ist das, was ich von vielen Leuten höre, die von sich behaupten, Atheisten zu sein.
Wie viele Atheisten haben ein Mikroskop daheim stehen? Nicht gerade viele - die Folge dürfte sein, dass diese Atheisten nicht an Bakterien oder Viren glauben.
Wer hat jemals ein Atom erblickt? Keiner? Tja, dann gibt es das für die Leute wohl nicht.
Hat jemals jemand ein Molekül “live” gesehen?
Oder etwa ein Thermomether, das den absoluten Nullpunkt zeigt?

Warum ich das frage?
Weil ich einfach mal die Absurdität dieses Spruchs zeigen will.Tags:Atheismus Glaube

Kampf der Kulturen

Geschrieben am Dezember 9th, 2007 by Kirika.
Kategorien: Reallife, Weltgeschehen | .

Erinnert ihr euch noch an die erste Hälfte des letzten Jahrhunderts?
Nationen haben gegeneinander Weltkriege geführt, doch nicht nur die Nationen, sondern auch die politischen Systeme
und Ideologien standen in gegenseitiger Konkurrenz zueinander:
Sei es der Nationalismus gegen den Rest der Welt, Kommunismus vs. Kapitalismus und umgedreht und allgemein Demokratien
gegen diktaturistische Systeme - allesamt haben munter aufeinander eingeschlagen, mit zum Teil extremen Verlusten und
krankhaften Methoden.

Heute, knappe 90 Jahre nach dem ersten Weltkrieg, tobt immer noch ein Kampf.
Nicht öffentlich, sondern leise, schwelend.
Wenn er dann ausbricht, kommt das dabei raus.
Nichtmehr Staaten und deren verschiedene Ideologien bekämpfen sich, sondern ganze Kulturkreise.
Wir Leute hier im Westen, also Europa und Nordamerika, haben beispielsweise eine andere Geschichte und Kultur, als die Menschen in China, Afrika oder im Nahen Osten.
Die unterschiedlichen Kulturen werden in Zukunft der Grund für gewalttätige Konflikte sein.
Es hat ja schon angefangen:
Bush spricht von der “Achse des Bösen” und verteufelt damit nahezu den ganzen Nahen Osten.
Im Nahen Osten wird gegen den Westen gehetzt. China hat eine westliche Kultur übernommen und steht ihr doch relativ feindlich gegenüber.

Was sind wir?
Nichtmehr die Staaten sind die Akteure auf der Weltbühne, sondern die Kulturen mit all ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten.
Diese Unterschiede und Gemeinsamkeiten sind in Jahrhunderten gewachsen, in denen die Menschen eines Kulturkreises angefangen haben, anders zu denken, als ihre Nachbarn. Genau da liegt der erste Knackpunkt - wir denken anders, wir haben andere Anschauungen von Demokratie, Emanzipation und Recht wie anderswo.
Im westlichen Kulturkreis ist etwas selbstverständlich, in einem anderen wäre so eine Ansicht verwerflich oder gar für den Andersdenkenden gefährlich - umgedreht genauso (sagt mal in Amerika, dass ihr Kommunist seid ;) )
Genau diese Unterschiede haben die schlimmsten und längsten Kriege hervorgebracht.

Wer sind wir?
Wo vor 100 Jahren noch der Nationalstaat für die meisten Menschen das Zuhause war, die Heimat, sind wir heute entwurzelt.
Diese Entwurzelung wird vor allem durch unseren technischen Fortschritt vorangetrieben - die Welt wird kleiner.
Solch ein Fortschritt hat natürlich Vorteile. Für unsere Kulturen aber extreme Einschnitte.
Der Westen war lange Zeit dominant in Sachen Technik und Militär, dadurch wuchs in uns die Ansicht, dass wir den Rest der Welt
verwestlichen wollen, dass wir den Rest der Welt, aus unserer Sicht, “verbessern” wollen.
Doch die anderen Kulturkreise denken darüber anders - das ist der zweite Knackpunkt.
Konflikte werden durch solcherlei Aktionen à la “Wir befreien die Welt” nur gefördert. Es wird nämlich
immer jemanden geben, der sich einem bei sowas in den Weg stellt.
Durch die Entwurzelung, ergeben sich Verwerfungen an den (imaginären) Grenzen der Kulturen.
Wandert beispielsweise eine Person eines anderen Kulturkreises in ein westliches Land ein,
wird sie eigentlich immer kritisch angesehen.
Gehört der Einwanderer aber des selben Kulturkreises an, so wird die Person recht schnell aufgenommen - klingt komisch, ist aber so.

Dadurch, dass wir mit anderen Kulturen in Berührung geraten, differenzieren wir uns stärker von ihnen und haben gleichzeitig ein stärkeres Zugehörigkeitsgefühl zu unserer eigenen Kultur.
Das geht teilweise Jahrhunderte so (Ureinwohner Amerikas - weisse Amerikaner - Afroamerikaner) und verstärkt solcherlei Konflikte oftmals.

Wohin gehen wir?
Durch Globalisierung verliert der Nationalstaat, wie oben erwähnt, an beziehungstechnischer Bedeutung.
Der Mensch sucht aber nach etwas, an dem er festhalten kann. Gerade jüngere Leute drängen darum zu
dem, was schon Jahrhunderte überdauert hat:
Der Religion.
Die Religion eint die Menschen eines Kulturkreises - es gibt feste Bindungen im christlichen Westen,
im muslimischem Nah-Ost und im buddhistisch/hinduistischem Osten.
Leider geht so ein Zusturm oftmals in die fundamentalistische Richtung, in denen die Region missbraucht wird, um gegen eine andere Religion oder gar einen ganzen anderen Kulturkreis zu hetzen.
Diesen Effekt haben wir derzeit im Nahen Osten zu beobachten, doch auch hier ist es soweit.
In Amerika gibt es schon die ersten “Jesuscamps”, in denen kleine Fünfjährige im Kampfanzug gezeigt kriegen, wie man eine
AK bedient.

Was war - was wird?
Der Westen war lange Zeit dominant und formte die Welt und die Kulturen nach seinen Ansichten.
Inzwischen setzen sich einige Kulturen gezielt zur Wehr, indem sie eine Art “Antiwesten” bilden.
Auch dieses Phänomen kann man in einigen asiatischen und den Nah-Ost Staaten erleben.
Sie erleben gewissermaßen einen Retroboom, in dem sie sich alle zurück auf ihre einstigen kulturellen
Einzigartigkeiten besinnen.
Wir hören nun schon den Einwand “Vereinte Nationen” “UN-Sicherheitsrat” etc. und dass diese Institutionen doch für die Verständigung zwischen den Staaten und Kulturen da sind.
Überlegen wir mal…wir haben im UN-Sicherheitsrat dauernd vertreten: Russland, Amerika, Frankreich, Großbritannien und China.
Genau genommen ist das doch etwas unausgeglichen, oder?
Dieser Rat ist nicht neutral, sondern Pro-Westlich orientiert und setzt eher die Interessen des Westens als den aller Nationen durch.
Warum haben wir nicht beispielsweise den Iran oder ein afrikanisches Land andauernd im Sicherheitsrat? Die beissen doch nicht…
Würde halt nicht ins Muster passen. Dumm gelaufen.
Die Entscheidungen des Sicherheitsrats repräsentieren nicht die der gesamten Staatengemeinschaft,
wir haben überall Fundamentalisten…was sollen wir tun?

Ich persönlich wäre dafür, erstmal einen Keks zu essen und den gemeinsamen Dialog dabei zu suchen.
Kekse gibts lustigerweise nämlich in allen Kulturkreisen.

Frei nach Samuel P. HuntingtonTags:

Schülervz, spickmich, wie sie alle heißen…

Geschrieben am Dezember 7th, 2007 by Kirika.
Kategorien: Reallife, Internet | .

Ihr habt eventuell über die Klage im Juni gegen das Internetportal spickmich.de gehört.
Auf diesem Angebot kann man anonym Lehrer bewerten - die Klage wurde damals abgewiesen, begründet damit, dass dies durch die Meinungsfreiheit geschützt ist.
Es gibt noch mehr Portale wie dieses, in denen Schüler sich untereinander austauschen können.

Dies geht leider nicht immer gut.
Gestern kam es zum Big Bang an unserer Schule, das Ergebnis:
- 3 Schüler haben für mehrere Tage Schulverweis, ggf. eine Anzeige kassiert
- Mehr als 10 Schüler einer Klasse dürfen zusätzlich 4 Stunden extra in der Schule nachdenken, was sie angestellt haben

Wie kam es dazu?
Im inzwischen recht bekannten Internetportal Schülervz (SVZ) haben es die Schüler recht wild getrieben:
Antigruppen gegen Lehrer und den Schulleiter gegründet, gezieltes Mobbing einzelner Schüler usw.

Natürlich kann man nun damit argumentieren, dass Schüler schon immer über Lehrer und Mitschüler gelästert haben.
Jedoch wurde das immer im verschworenen kleinen Klassenkreis gemacht - es war nicht anonym und man konnte gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen, wenns rauskam.
Heute sieht das etwas anders aus.
Das Mobbing von damals kann man nichtmehr mit dem von heute vergleichen.
Heute ist alles größer, schneller verbreitet, fieser.
Durch solche Plattformen erreicht man schneller eine größere Anzahl an Schülern, gleichzeitig kann jeder die Gemeinheiten mitlesen und mitmachen.
Man kann solchen Gruppen nämlich einfach beitreten und dann mitschreiben.
Das verleitet natürlich extrem. Und auch hier gilt: Unwissenheit schützt nicht vor Strafe!
Auch das typische Grundprinzip des Mobbings/Lehrerhasses dürfte klar sein: Man geht auf andere los um seine Wut gegen die Person abzubauen, bzw um sich selbst besser zu fühlen, wenn auf jemand anders, der sich nicht wehren kann, losgegangen wird.
Opfer können sich dementsprechend wirklich schlecht wehren: Man kann sich zwar an die Betreiber wenden, doch was bringt es, wenn diese die Gruppe löschen, wenn ein anderer Schüler nach ein paar Minuten eine ähnliche Gruppe eröffnet und da munter weitergelästert wird?
Bei der Masse an Nachrichten, Gruppen und Schülern wird man kaum alles kontrollieren können.
Die Beitreiber würden da schlicht nicht hinterherkommen.
Irgendwann jedoch kommen solche Sachen mit Antigruppen und Mobbing auch raus und das Ergebnis kann man ja oben sehen.

Auch so ein Angebot wie spickmich.de weist gewisse Tücken auf:
Hier kann man Lehrer nach bestimmten Gesichtspunkten wie Notenfairness, Menschlichkeit, Beliebtheit etc. bewerten, dies geschieht auf Basis des normalen Benotungssystems, will heissen, man kann seine Lehrer von 1 bis 6 benoten.
Das Grundprinzip ist gut, Schüler können, ohne irgendwelche Ängste vor Maßnahmen (da anonym), ihre Lehrer bewerten, Lehrer erhalten ein Feedback
ihres Unterrichtes und können sich gegebenenfalls besser auf die Schüler einstellen.

Wer jetzt etwas mitdenkt wird das Problem wohl schon sehen:
Dieses System schreit doch geradezu danach, missbraucht zu werden.
Der Lehrer x lässt seine Schüler eine Klassenarbeit schreiben, welche nicht allzu gut ausfällt.
Was werden wohl manche Schüler nun tun, sofern sie eine schlechte Note abbekommen?
Eben, der Lehrer kriegt mal kurz in Notenfairness und Menschlichkeit eine 5 reingedrückt.
Der Lehrer verteilt Strafarbeiten und kann dabei förmlich zusehen, wie seine “Beliebtheitsnote” in den Keller sinkt.
Anstatt mit den Lehrern den Dialog zu suchen, um Probleme zu lösen, wird einfach munter auf ihnen rumgehackt.
Auch dies geschieht mit einem breiten Publikum, jeder kann mitmischen und keiner kommt dahinter.
Bekommt dies ein Lehrer doch mal mit, wird er entsprechend demotiviert oder auch aggressiv (Lehrer sind auch nur Menschen!) reagieren.
Dies schlägt sich dann natürlich in dessen Benotung auf dem vorhin genannten Internetportal nieder.
Ein Teufelskreis beginnt.

Die Lehrer sind in diesem Fall die Benachteiligten: Sie werden digital an den Pranger gestellt und können sich (siehe oben) nicht dagegen wehren.

Da stellen sich doch einige Fragen: Warum geschieht sowas eigentlich? Was verleitet Schüler dazu, Mitschüler und Lehrer in der digitalen Öffentlichkeit niederzumachen?
Warum gehen Schüler so extrem aufeinander und auf ihre Lehrer los, anstatt die Probleme und Abneigungen gemeinsam zu erläutern und aus dem Weg zu räumen?
Weshalb zur Hölle muss man alles nutzen, um anderen damit zu schaden?

Ein letzter Appell an die betroffenen Gruppen:

An die Schüler:
Ich weiss, ihr habt es oft nicht leicht.
Ihr steht unter Notendruck und ab und an könnte auch ich sagen “Der Sack hat mir schon wieder ne schlechte Note reingedrückt!”. Jedoch spiegelt eine Note nur das wider, was ihr geleistet habt. Der Lehrer tut das nicht, um euch zu ärgern - er tut das, weil das sein Job ist. Würde er es nicht tun, würde es ein anderer tun.
Und glaubt mir, schlechte Noten auszuteilen ist keine Freude.
Die Kanzlerin hat mal gesagt “Lasst uns mehr Freiheit wagen!”. Uns wurde diese Freiheit gegeben - wir sollten sie weise nutzen und nicht, um unseren Mitmenschen damit zu schaden.
Man kann doch mit seinen Lehrern über die Differenzen, sofern vorhanden, reden, ist doch nicht so schwer, oder? Sollte es ganz schlimm sein, wendet man sich eben an den Klassenlehrer oder Schulleiter.
Oder an die SMV - die muss sich nämlich um solche Sachen auch kümmern.
Schaltet wenigstens ab und zu den Kopf ein, wenn ihr einen Text im Internet verfasst, den jeder, der es will, mitlesen kann.
Versetzt euch zumindest manchmal in die Person, über die ihr schreibt…
Irgendwann wird euch sonst eure Vergangenheit mal einholen. Sei es in so einem Extremfall wie das Beispiel oben oder sei es im späteren Berufsleben, wenn es der Chef mal zufällig rausfindet - am Ende schadet ihr euch nur selbst damit!

An die Lehrer:
Ich kann mir nur denken, wie verletztend es ist, sich selbst digital an den Pranger stehend zu sehen.
So eine Aktion mit Schulverweis und Strafarbeiten/Nachsitzen ist aber meiner Meinung nach der falsche Weg.
Dadurch wird genau das Gegenteil des Beabsichtigten erreicht: Die Schüler werden solcherlei Maßnahmen nur negativ auffassen.
Im schlimmsten Fall wird es immer so weiter gehen. Ein Teufelskreis, aus dem keiner so leicht ausbrechen kann.
Die Kanzlerin hat mal gesagt “Lasst uns mehr Freiheit wagen!”. Wir sind nichtmehr in den 1950iger Jahren, in denen noch der Rohrstock ausgepackt wurde.
Nicht nur die Schüler sollen den Dialog mit euch suchen - sucht den Dialog auch mit ihnen. Schaden kanns ja nicht, oder?

An die Betreiber der Portale:
Eure Grundidee ist gut.
Leider gibt es immer eine dunkle Seite der Medaille, die keiner so gern sieht und doch immer allgegenwärtig ist: Der Missbrauch eurer Angebote.
Es ist schade, dass fast immer ein Angebot genutzt wird, um anderen zu schaden.
Das Grundprinzip des SVZ stelle ich nicht in Frage (obgleich die dortige Werbung nervt) - es gibt Schülern eine Plattform, auf der sie sich austauschen und neue Freunde finden können.
Auch das Grundprinzip spickmich.de ist nicht falsch - es ermöglicht Lehrern, ein Feedback ihres Unterrichts zu bekommen und sich so viel besser auf ihre Schüler einstellen zu können.
Jedoch sollte man die Lehrer eventuell erstmal fragen, bevor man sie in das Bewertungssystem aufnimmt. Das könnte euch mal viel Ärger ersparen.

Die Kanzlerin hat mal gesagt “Lasst uns mehr Freiheit wagen!”.
Ihr habt uns diese Freiheit gegen - danke dafür. Aber schaut etwas nach, was wir damit anstellen ;) Tags:Internetangebote Schule Vorfälle

Servertuning

Geschrieben am Dezember 2nd, 2007 by Kirika.
Kategorien: Blog | .

Heute wurde mal mein Server etwas ausgemistet;

ist mein Blog irgendwie schneller geworden für euch? :) Tags: