Tag: Bundesregierung
Des Merkels Lügen
von Kirika am Jul.13, 2010, unter Politik, Presse
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Hat man diesen Podcastausschnitt von 2006 oder 2007 zum Elterngeld von Angela Merkel gehört, fragt man sich schon, was aus diesem guten Vorsatz geworden ist.
Aus Merkels Äußerungen wird klar, dass sie die Leute geradezu motivieren will, auch Hartz 4-Empfänger, Elterngeld zu beantragen.
Ausnahmslos alle. Nunja, es haben sich nunmal wieder die falschen Schichten vermehrt, nicht wahr Frau Pinocchio?
Christina Schröder, die Zuchtstutennachfolgerin, geht noch weiter:
“Die Einschnitte beim Elterngeld sind uns nicht leicht gefallen. Aber sie sind richtig. Gerade in SGB II – Paarbedarfsgemeinschaften führt der Bezug von Elterngeld zu negativen Erwerbsanreizen*. Weitere Sparmöglichkeiten gibt es beim Elterngeld jedoch nicht. Ich habe dafür gekämpft, dass das Elterngeld in seiner Grundstruktur dauerhaft gesichert wird. Der Höchstbetrag von 1800 Euro bleibt. Er ist unverzichtbar, wenn das Elterngeld gerade auch für Väter attraktiv bleiben soll. Familien brauchen Verlässlichkeit und nicht immer neue Sparvorschläge.”
*negative Erwerbsanreize = Euphemismus für “Kein Bock auf Arbeit, weil der Staat zahlt”
Nundenn, von sozial Schwachen ist natürlich keine Rede, vor allem, wenn man meiner Meinung nach an Rechenschwäche leidet. Hachja.
Aber Hauptsache, der Höchstbetrag für gut Verdienende wurde nicht angetastet. Darum ging es uns doch allen. Was hätten wir nur getan, wenns da zweihundert Euro weniger gegeben hätte. Autos hätten gebrannt und die Wirtschaft wäre zum Erliegen gekommen, Eltern hätten ihre eigenen Kinder gekocht um überleben zu können. Ähem.
Und der Idiotie die Krone aufgesetzt hat die gute Frau mit ihrem neuen Motto auch: “Für unsere Kinder sparen - nicht an unseren Kindern.” – ich könnte Regenbögen kotzen.
Frau Schröder, danke, dass Sie schon wieder mein Weltbild erhellt haben! Und auf Kritik reagieren Sie ja auch herrlich gelassen.
Sparen leicht gemacht
von Kirika am Jun.05, 2010, unter Politik, Presse, Weltgeschehen
Ein jeder weiß, auf Pump kann man ein paar Jahre gut leben und dann gehts abwärts.
Da Deutschland auch viel auf Pump lebt, ergo Schulden macht, hat das Merkel in ihrer unendlichen Weisheit bemerkt:
So geht das nicht weiter.
Nun stellt sich natürlich sofort die Frage: Wo spart man? Denn überall, wo man sparen will, wird gejammert, wird geklagt und boykottiert. Würde man bei den Bundesländern und dem Föderalismus sparen oder ihn gar abschaffen, so würde man zwar einsparen, hätte aber sofort zig Verfassungsbeschwerden und ein jahrelanges Hickhack am Hals.
Geht man den Fetten in unserem Staat, also denjenigen, die ein über-überdurchschnittlich hohes Gehalt haben, an den Geldbeutel, dann laufen die einfach weg in die Nachbarländer oder in Steueroasen und machen sich einen faulen Lenz dort.
Die Wirtschaft kann man eh vergessen, von Deppen, die von Produktionszahlen ausgehen, bei der jeder Deutsche bald drei Autos fahren, betanken und warten lassen muss, wird eh bald nichtmehr viel zu holen sein.
Nun, wem geht man da nun ans Kleingeld? Natürlich, die Antwort springt einem beim schauen des Sat.1-Nachmittagsfernsehens sofort ins Auge und ins parteibuchfarbene Vakuum dahinter: Bei denen, die eh nix haben. Wieso? Die kosten den Staat Geld, bringen nix rein und wenn man ihnen das Geld wegnimmt, können sie nichtmal weglaufen, geschweige denn jahrelange Prozesse bis zum Bundesverwaltungsgericht oder ähnlichem durchhalten.
Nachhaltig ist dies jedoch nicht. Denn für die Discounter, etwa den Blödmarkt und anderen, mehr auf die hedonistisch-materialistisch ausgeprägten unteren Schichten unserer Gesellschaft eingestellten Konzernen sind diese Schichten, die üblicherweise vom Staat mit Geld unterstützt werden, das Lebensquell schlechthin.
Ergo fördern wir dadurch, dass wir Konsumkraft zerstören, die Erosion der ach so wichtigen Wirtschaft. Das kann nicht der Sinn sein, oder?
Nunden, nimmt man nun diesen Schichten das Geld weg, nimmt man folglich solchen Konzernen gleichsam das Geld weg – nicht, dass ich das nicht begrüßen würde – aber sind wir schon so weit gekommen, dass wir die “Leistungsträger”, wie Westerwave sie nennt, mit Samthandschuhen anfassen müssen, dass sie uns nicht weglaufen, und dafür denen, die eh schon kaum was haben, die Keule geben und sie an die Armutsgrenze treiben?
Nicht umsonst steht in unserem Grundgesetz folgender Satz: Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
Daraus leitet sich das Sozialstaatsgebot ab, Frau Merkel. Nächstes Mal lesen Sie bitte vorher das kleine Büchlein, das letztes Jahr seinen fünfzigsten Geburtstag gefeiert hat.
Also lesen, denken, Klappe aufmachen. Und eventuell etwas das Vokabular aufstocken.
Deutschland sucht den Superpräsidenten
von Kirika am Jun.02, 2010, unter Politik, Presse, Weltgeschehen
Es ist mal wieder soweit: Deutschland sucht den Superpräsidenten.
Nachdem der Bundes-Horst die Biege gemacht hat, wird natürlich großartig gefiebert, wer wohl als nächstes das nutzloseste Amt der deutschen Bürokratie übernehmen darf.
Da fallen dann so Namen wie Lena, Käßmann, Priol, Hinz und Kunz…kurzum, jede nur erdenkliche Person.
Mit dem Comeback der Ursula von der Laienhaft hat allerdings wohl kaum jemand gerechnet. Aber mit etwas Pech haben wir das erste weibliche Staatsoberhaupt in Deutschland. Und das alles ganz ohne Internetsperren. Zumindest vorläufig.
Die Bedingungen für das deutsche Staatsoberhaupt sind allerdings mit ihr mehr als erfüllt.
Man muss ja nur sein Kürzel auf eine Linie kritzeln und dümmlich winken (auch als ‘repräsentieren’ euphemiert) sowie über vierzig sein.
Vielleicht, aber nur vielleicht haben sich das Merkel und Westerwave sogar etwas dabei gedacht – mit der Ursula auf dem bestbezahlten Arschkratzerjob der Welt ist zumindest ein Sicherheitsrisiko auf zwei Beinen im Business-Dress beseitigt. Also für die Koalition – nicht für die Bevölkerung.
Denn dumme Forderungen als Teil der Bundesregierung schaden natürlich auch denen, die gerne weiterhin im Bundestag in der Idiotenloge (Anmerkung: Die Idiotenloge befindet sich links auf dem verlinkten Bild) sitzen bleiben wollen. So schadet von der Laienhaft nur noch dem deutschen Volk mit ihren Forderungen und Äußerungen – und wer weiß. Möglicherweise tritt sie ja auch sofort zurück, nachdem man sie in die Kritik nimmt. Wobei ich persönlich das bezweifle: Eine bestimmte Haustierart ist nicht von ungefähr so stur und unbelehrbar.
Illegale Datensätze contra Rechtsstaat
von Kirika am Feb.01, 2010, unter Politik, Presse, Weltgeschehen
Pfui Frau Merkel. Sie wollen also zweieinhalb Millionen € für ein wertloses Stück Plastik ausgeben ohne zu wissen, was da drauf ist?
Na das lob ich mir. Mir stellen sich da einige Fragen.
“Ich glaub, ich kann es”
von Kirika am Nov.15, 2009, unter Fernsehn, Internet, Politik, Presse
Onkel Schnüffi, der den Arschlochposten schlechthin bekommen hat, meint, er könne es.
Warum Arschlochposten? Nun – dem Finanzarschloch gibt man gerne bei allem die Schuld. Bei Steuererhöhungen. Bei Beitragserhöhungen.
Bei Zuschusskürzungen. Bei finanziellen Engpässen. Oder wenn irgendwo ein Bundi mit einem Afghanenschädel Hamlet nachspielen muss, dann auch.
Schließlich wurde an der Ausbildung gespart. Oder so.
Nun, Onkel Schnüffi, der Mann, der bei sich daheim ab und an sechstellige Geldbeträge in der Schublade verlegt, vergisst und ein paar Jahre später wiederfindet, der meint jetzt, er kann es. Also den Job. Mit Finanzen und so.
Okay. Und “das, was im Koalitionsvertrag steht, gilt. Und wird gemacht.”. Mhm. Schön. So wie die letzten Male, oder wie?
Naja gut, ein Mensch der mal mehrere tausend Mark verlegt und diesen Sachverhalt auch noch vergisst, dem kann man so eine Äußerung ja verzeihen. Irgendwie.
Mit viel viel Nachsicht und Augenzudrücken.
Und wenn Onkel Schnüffi sich dann noch die Schuldenbremsen ölt, dann werden wir das schaffen.
Alle. Gemeinsam. Ohne wenn und aber. Gilt auch für die, die es nicht verstanden haben.
Überhaupt scheint es ja außer ihm so oder so keiner zu verstehen.
“Haben Sie eigentlich Angst vor sich selbst?” fragt der Reporter. “Nein. Alle sagen doch ich sei ein freundlicher Mensch.”.
In vier Jahren reden wir dann nochmal über den Koalitionsvertrag. Ok, Onkelchen? Dann schaun’mer mal, wie viel dir und deinem Mitkasperles an dem Vertrag wirklich lag.
Und ich zweifle irgendwie leicht, dass das sonderlich viel war.