Kiri's Blog

Tag: Zensur

Anstarren ist (noch) erlaubt

von Kirika am Jan.27, 2010, unter Komischer Gruscht, Reallife

Es ist mal wieder soweit. Nachdem Onkel Schnüffi schon gescheitert ist, wird nun eben lokal zensiert, protokolliert und kontrolliert.

Um das zu ermöglichen gabs heute in der Schule einen netten Zettel zum Unterschreiben:
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Rette deine Freiheit. Und so.

von Kirika am Sep.14, 2009, unter Fernsehn, Internet, Politik, Presse, Weltgeschehen

Brrr. Gänsehaut. Ich denke, in Zukunft werd ich wirklich nur noch mit Proxy und Co. arbeiten. Wer weiß, für was man als nächstes den Kopf hinhalten muss.

Via

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Nochmal zur Erinnerung

von Kirika am Sep.02, 2009, unter Politik, Reallife, Weltgeschehen

Morgen kommt der Schäuble nach Heilbronn. Alles weitere steht hier.

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Kasperle im Bundestag

von Kirika am Aug.05, 2009, unter Fernsehn, Internet, Politik, Presse, Reallife, Weltgeschehen

Schmeißt doch endlich diese wandelnde Unfähigkeit raus.
Alles, was diese Frau kann, ist ihren Senf zu allen möglichen Themen dazuzugeben, ohne die nötige Fachkompetenz hierzu zu haben, die deutsche Politik vor aller Welt und insbesondere der EU ins Guinnessbuch der Fettnäpfchen zu setzen und absolute Fähigkeitsresistenz in ihrem Ressort und ihren Interviews zu beweisen. Wenigstens müssen wir dieses Kasperletheater für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nur noch knappe zwei Monate ertragen. Hoffe ich mal.

Nach der Frau von der Blödel Leyen bin ich also eine Pädokriminelle, die schon seit ihrer Geburt ihrem schmutzigen Geschäft nachgeht. Allein schon das Schlagwort “pädokriminell” hetzt ja die Volksmassen auf. Fehlt nur noch, dass die gute Frau eine Endlösung der Pädokriminellenfrage fordert.
Das wärs doch. Wir stecken jetzt jeden “versierten Internetnutzer” in ein Bootcamp, verkaufen das alles als Erfolg und lassen die Kinderpornoseiten weiter im Netz, mit einem netten roten Stoppschild vorne dran, das so viel bringt wie das “Eltern haften für ihre Kinder”-Schild.
Das einzig schöne war dann doch noch das Video von Wetten dass – da steigt die Frau von der Leyen in eine Mülltonne. Da wo sie auch hingehört – und hoffentlich bleibt.

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Warum Zensur nichts bringt

von Kirika am Jun.13, 2009, unter Internet, Politik, Presse, Reallife, Weltgeschehen

Kennen Sie dieses Schild? Dieses Schild, das ist die neue Wunderwaffe der BRD im “Kampf” gegen Kinderpornographie. Solle eine beanstandete Seite von einem Bewohner der Bundesrepublik Deutschland aufgerufen werden, so wird er anstatt deren Inhalt dieses Schild auf den Bildschirm gezaubert bekommen. Dies soll, laut Frau von der Leyen, ihres Zeichens Unnützministerin Bundesfamilien- und weißderTeufelwasnoch-Ministerin die Verbreitung von KiPo nachhaltig eindämmen, und so die Opfer “vor weiterem Schaden zu bewahren”.

schild

Praktisch gesehen ist dieses Schild genauso nützlich wie die Sat1-Gerichtsserien. Richtig – unnütz.
Hier findet Zensur statt – welche es laut Grundgesetz garnicht gäbe. Selbst wenn es um so ein heikles Thema wie KiPo geht.
Auch die Opfer von KiPo werden nicht unbedingt damit geschützt – Leute, die keinen deutschen Internetanbieter haben, werden von dieser Zensur nämlich nicht berührt. Und die Seiten werden auch nicht etwa off genommen, sie werden hier einfach “übermalt”. Sie existieren weiter. Und keiner wird dafür belangt.

Der Seitenbetreiber und der Konsument werden sich dennoch ins Fäustchen lachen. Mit einfachen Mitteln wird das Stopp-Schild umgangen, und der Zugriff auf den Seiteninhalt ist wieder frei. Und das mit einfachen Mitteln, die selbst ein heute Zehnjähriger kennt und anwendet.
Warum werden die Seiten nicht einfach off genommen? Warum muss erst ein privater Verein beim Hoster anstellig werden, damit die dort gehosteten Seiten verschwinden, obwohl das doch eigentlich Aufgabe der Exekutive wäre? Und warum, nach einem Jahrzehnt, in dem KiPo durchs Internet geistert, wird jetzt eine Maßnahme ergriffen?

Praktisch gesehen ist es jedem Selbstdenker schon klar – hier wird Wahlkampf betrieben. Ist es nicht verwunderlich, dass es ein paar Monate vor der Bundestagswahl plötzlich ein Gesetz gibt, bei dem “aktiv vorgegangen” wird?
Für den Wahlkampf eignen Tabuthemen sich am Besten. KiPo ist so ein Tabuthema. Nun stellt man sich heroisch mit einem Gesetz hin und brüllt in die Medienwelt “Schaut her, wir machen was dagegen!”. Dazu werden noch Aktionen wie “Operation Himmel” bejubelt, man habe X Tausende an Verdächtige in aller Welt – dass es bisher zu keiner Verhaftung oder gar Verurteilung von diesen gekommen ist, wird dann wieder schön totgeschwiegen. Die wahren Täter laufen größtenteils noch frei und völlig unbelangt herum. Gerade dieses Gesetz zeigt die Unfähigkeit, mit der hier die Frau vdL prahlt.

Die Verteilung von Kinderpornographie wird nicht eingedämmt, indem man einfach ein Stoppschild hinstellt und sagt, dass das, was man aufgerufen hat, ganz ganz böse sei. Im Gegenteil, man zwingt damit die Konsumenten, sich fortzubilden – das Ergebnis ist doch nur, dass man sie damit noch schwerer aufspüren kann und der Justiz dadurch noch mehr durch die Lappen gehen. Langfristig werden diese Leute durch Zensuraktionen wie diese technisch versierter und werden Proxys, Anonymisierungsdienste und ähnliches verwenden. Aber der böse KiPo ist ja endlich aus dem Internet! – Denkste. Nur ein kleiner Teil wird heutzutage noch über Internetseiten oder Newsgroups verteilt, das ist den Leuten schon lange zu heiß geworden. Ein Großteil von Kinderpornographie wird heutzutage über P2P, Freenet und kleine Bekanntenkreise verteilt. Diese Kreise aufzuspüren ist mühselig, langwierig und die Erfolgschancen stehen auch nicht grade gut. Da stellt man dann lieber dem Wahlpöbel ein Stoppschild vor und fertig.
Den Opfern ist auch wenig geholfen, wenn man diese Bilder “aus dem Verkehr zieht”. Ihnen geht es eher darum, dass die Täter, die ihnen das angetan haben, endlich hinter Gitter kommen.  Dass man sie hier praktische in zweites Mal missbraucht, fällt innerhalb der Regierung und der Legislative wohl kaum jemandem auf…

Zuletzt möchte ich noch jedem diesen Link ans Herzen legen, um sich mal etwas mehr mit der Thematik zu beschäftigen.

[Ironie]Aber hauptsache, man ist der strahlende Held und hat was getan, nicht wahr,  Frau Schäuble?[/Ironie]

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